Projektvorschlag LEADER-Region

Hochsauerland

Bitte senden Sie die Skizze an: ARGE Hochsauerland

Frau H. Klinkhart

Lachenweg 4

35510 Butzbach

Tel.: 06033 918 00 50

Fax: 06033 918 00 59

1. Kurzdarstellung des Projektes

Projekttitel:
Alternatives Altern in der Region

Projektziel:
Ausgangslage / Problemstellung:  In unserer alternden Gesellschaft zeichnet sich die Notwendigkeit ab, neue Modelle für das Älterwerden im eigenen Lebensumfeld zu entwickeln.  Die Unterbringung alter Menschen in Altenheimen (Seniorenzentren, Seniorenresidenzen) wird für die Träger zunehmend teurer und für die Bewohner unbezahlbar.  Unter dem Diktat der Wirtschaftlichkeit verfehlt diese Entwicklung das Ziel, den Bedürfnissen und der Würde der Betroffenen gerecht zu werden.  In besonderem Maße trifft diese Entwicklung den ländlichen Bereich in den gering bevölkerten Grenzregionen.  Durch die Kommunalreform ging der Ausbau der Zentren zu Lasten der eingemeindeten Dörfer.  Formalisierung und Zentralisierung der Verwaltung haben bei älteren Bürgern die Bereitschaft zum aktiven Gestalten ihres Lebens gelähmt und eine resignative Haltung gefördert.  Zusätzlich zu den menschlichen und sozialen Problemen entsteht durch den demographischen Wandel ein wachsender Leerstand von - oft denkmalgeschützten - Bürger- und Bauernhäusern und damit ein folgenreicher städtebaulicher NotstandZugezogene aus benachbarten Ballungszentren fragen sich, ob sie ihr Leben im Alter sozial integrieren können oder mangels attraktiver Angebote vorübergehende Gäste bleiben.  Angesichts dieser Entwicklung muss über Konzepte nachgedacht werden, die den realen Bedürfnissen der Menschen mit wachsender Lebenserwartung Rechnung tragen.
Zielsetzung:  Alteingesessene wie Neubürger sollen nicht nur für ihre mobile Lebensphase, sondern für ihre gesamte Lebensspanne planen können.  Zukunftsplanungen der Kommunen müssen von einem integrierten wirtschaftlichen und sozialen Gesamtkonzept geleitet sein, das die Lebensqualität aller Menschen, der jungen und alten, der Einheimischen und Zugezogenen berücksichtigt.  Der Koalitionskompromiss vom 18. Juni 2007 bietet neue Perspektiven für die mobile Pflege in der Gesundheitsfürsorge.  In der Region gibt es schon heute Ansätze für innovative Lösungen: die Hospizinitiative Hallenberg-Winterberg erfreut sich großer Akzeptanz.  Die WIR FÜR UNS Bürgerhilfe Bromskirchen-Hallenberg-Winterberg e.V. will durch den Tausch von Lebenszeit und individuellen Fähigkeiten ihrer (derzeit 104) Mitglieder ein tragfähiges Netzwerk zur Steigerung der Lebensqualität schaffen.
Das hier vorgestellte Modell einer Weg-Gemeinschaft im Alter soll sich befreiend auf die gegenwärtige Lebensgestaltung älterer Menschen auswirken.  Seine Grundstruktur:

  1. Zu den staatlichen Kranken- und Pflegeversicherungen wird zusätzlich eine private Vorsorge aufgebaut.
  2. Eine überschaubare Zahl von Personen schließt sich freiwillig zu einer verbindlichen Solidargemeinschaft zusammen: Weg-Gemeinschaft im Alter.
  3. Die Gruppe legt einen je nach Alter unterschiedlichen Monatsbeitrag fest, der von Beginn an in privater Verantwortung angespart wird, um für eine spätere Einstellung privater Pflegekräfte zur Verfügung zu stehen.
  4. Die Betroffenen bleiben in ihrer Wohnumgebung und Gemeinschaft ihrer Freunde, und die übrigen Gruppenmitglieder verlieren nicht ihre wichtigen Bezugspersonen.
  5. Die hohen Kosten eines Heimplatzes für die Betroffenen werden eingespart.

Ziel der privaten Solidarabsprache ist es, dass keines der Mitglieder beim Eintritt in die Lebensphase des gebrechlichen Alters (allein oder zu zweit) seinen vertrauten Lebensbereich verlassen und in ein ihm fremdes Heim umziehen muss.

Projektbeschreibung

Inhalte, Konzeption:  Im Raum Hallenberg-Bromskirchen sind Kontakte hergestellt, um ein erstes Pilotprojekt für die Region Hochsauerland zu realisieren.  Entsprechend den oben genannten Punkten 1-3 müssen Grundlagen einer privat finanzierten Pflege-Vorsorge geschaffen werden.  Erfahrungsgemäß ist in der breiten Bevölkerung die Bereitschaft zu privater Vorsorge für die Pflege im Alter noch wenig ausgeprägt.  Finanzielle Anreize durch Mittel aus EU, Land und Kommunen werden die Eigeninitiative älterer Menschen zu einem Zusammenschluss zu Weg-Gemeinschaften fördern und zugleich langfristig die öffentlichen Kassen entlasten helfen.

Zeitrahmen:
               2008 bis 2013 (Anschub eines grenzüberschreitenden, innovativen und nachhaltigen
                                        Langzeitprojekts)

Potenzieller Projektträger (Durchführungsverantwortliche Person, Verein, Privatperson o. ä.):
                              WIR FÜR UNS Bürgerhilfe e.V. Bromskirchen-Hallenberg-Winterberg
                              Oberlinspher Mühle, 59969 Bromskirchen

Kosten:  erst nach Gründung u. notarieller Beglaubigung einer Weg-Gemeinschafts-Gruppe abschätzbar. Bei einer Gruppierung von 12 Personen sind 12x Monatsbeiträge zur Bezahlung häuslicher Pflegehilfen aufzuwenden.

Finanzierung:
Projektträger: 2/3: Weg-Gemeinschaft im Alter - Gruppe Hallenberg-Bromskirchen (im Aufbau)
Öffentliche Beiträge:    1/3: d.h. LEADER (1/6) HSK, Kommunen (1/6);
                                              (auf Dauer: Regionalfonds gespeist aus nicht aufzuwendenden
                                                                 Haushaltsmitteln für Seniorenzentren.)
Förderung über ELER
                   kann vom Initiator des Projektvorschlags nicht entschieden werden; Beratungsbedarf
Maßnahme/Höhe der Förderung:  _____ €
Förderung über EFRE
                   kann vom Initiator des Projektvorschlags nicht entschieden werden; Beratungsbedarf
Maßnahme/Höhe der Förderung:     _____ €
Förderung über ESF
                    kann vom Initiator des Projektvorschlags nicht entschieden werden; Beratungsbedarf
Maßnahme/Höhe der Förderung:     _____ €
Andere Finanzierungsmöglichkeiten:  Stiftungen; Höhe und Zeitpunkt nicht absehbar

Beabsichtigte Ergebnisse
Das langfristig angelegte Pilotprojekt zielt auf eine Win-win-Konstellation sowohl für alte Menschen in der Region wie auch für die öffentlichen Kostenträger für Senioreneinrichtungen: Die öffentliche Förderung von privaten Weggemeinschaften wird von vielen Bürgern als ermutigendes Signal verstanden, gemeinsam mit Nachbarn und Freunden sich selbst um die Zusatzkosten einer häuslichen Pflege zu kümmern.  Die öffentliche Hand wird nach und nach eine spürbare Entlastung ihrer Sozialhaushalte erfahren.
Erfolgskontrolle:  ist gemeinsam mit Vertretern von Kreis und Kommunen zu erarbeiten.

Vorschlag eingereicht von:
Ansprechpartner/in:   Prof. Dr. Hans Machemer (i. V. von: Burkhard Zeunert *)
Anschrift:                    dienstl.: Oberlinspher Mühle, 59969 Bromskirchen
                                   privat: Franz-Mörchen-Weg 15, 59969 Hallenberg
Tel: (privat) 02984 - 28 51; Fax: (privat) 02984 - 908 724; Email: (privat) machemerhs@t-online.de
Tel: (dienstl.) 02984 - 919265; Fax: (dienstl.) 02984 – 9199877; Email (dienstl.) info@wir-fuer-uns-buergerhilfe.de

 

 

Impressum: Burkhard Zeunert, Oberlinspher Mühle, 59969 Bromskirchen, Telefon: 02984–919265, Fax: –9199877,
eMail: info@weg-gemeinschaft-im-alter.de Internet: www.weg-gemeinschaft-im-alter.de